Familiennachzug aus Syrien

 

Ich habe meinen offiziellen Militärdienst in Syrien gemacht, dann kam der Krieg und ich musste im Militär bleiben. In Damaskus wurde ich verletzt; ich konnte den Krieg nicht mehr ertragen und floh vor dem Militär. Bis zu meinem Heimatdorf zurück zu gehen war sehr schwierig und gefährlich. Immer wieder half mir mein Bruder oder Freunde. Ich hatte bei jeder Kontrolle wahnsinnig Herzklopfen. Ich stand mit meiner Frau immer in Kontakt und sie musste damals schon um mich bangen.

In unserem Heimatdorf fühlte ich mich nicht sicher. Wir wollten beide flüchten zu meinem Bruder in die Schweiz, aber zu zweit war es viel zu gefährlich. Ich flüchtete dann alleine über die Türkei nach Samos. Dort war ich einige Zeit im Camp und musste dann viel Geld zahlen, um in die Schweiz weiter zu reisen.

In diesen Monaten telefonierte ich viel mit meiner Frau.

 

Ich hatte Glück und innerhalb von sechs Monate erhielt ich die B Bewilligung. Damit konnte ich mit Hilfe einer sehr netten Schweizerperson die Formulare zum Familiennachzug ausfüllen. Fünf Monaten, nachdem ich das Gesuch eingereicht habe, sah ich meine Frau am Flughafen endlich wieder. Wir mussten uns wieder etwas finden. Meine Frau sagte, dass ich ernster geworden bin. 

Hier die Geschichte zum Hören

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